Weihnachtsbräuche – Advent in NRW und der Welt

Weihnachtsbräuche - Holländischer Sinterklaas Stiefel

Weihnachtsbräuche in nah und fern! NahGEMACHT erzählt von originelle Sitten und Gebräuche aus NRW und dem Rest der Welt.

Wie begeht man die feierlichen Tage in NRW und im Rest der Welt?

Sitten, Weihnachtsbräuche und Weihnachtsdekoration, sind überall unterschiedlich. Und auch an Weihnachten kocht jedes Völkchen seine eigene Suppe. Schaut man zu unserem westlichen Nachbarn Niederlande, ist es nicht der Heilige Abend am 24., sondern es steht der 6. Dezember, der Nikolaustag, im Mittelpunkt. Sinterklaas heißt der Mann, der den Kindern an diesem Datum die Schuhe mit Süßigkeiten füllt.

Weltumspannende Weihnachtsbräuche: Fast überall wird „Stille Nacht, heilige Nacht“ gesungen.

Eins der weltweit bekanntesten Weihnachtslieder „Stille Nacht, heilige Nacht stammt ursprünglich aus Österreich und ist mittlerweile als UNESCO-Kulturerbe anerkannt. Trotzdem dachten und denken immer noch viele US-Amerikaner, wenn sie „Silent Night“ in der heimischen Kirche schmettern, es sei ihr ureigenes Kulturgut. Deutlich fremder klingt es, wenn es die Grönländer intonieren „Juullimi qiimasuttut“. Doch man braucht nicht in die Fremde gehen, schon vor der eigenen Haustür in NRW gibt es feine Eigenheiten bei den Weihnachtsbräuchen.

Adventsblasen mit dem Middwinterhorn in Münster: ein fast ausgestorbener Brauch Westfalen !

Damals holten junge Männer in der Dämmerung ihr sogenanntes Dwerthorn hervor, legten dieses auf einen Zaun oder Strauch, und begannen jeden Abend zu blasen. Davon übriggeblieben ist die Gestaltung der Weihnachtsmesse (Ucht) durch Blasmusik statt Orgel. Besondere Wurzeln haben auch die Barbarzweige: Am 4.12. holen junge Frauen einige Kirschbaumzweige ins Haus. Blühten die Zweige an Weihnachten, wurde der Bräutigam schön und reich.

Die Entwicklung des Heiligen Abend

Auch der 24.12. wurde nicht immer so gefeiert, wie wir es heute kennen. So feierte die katholische Familie in Westfalen ihren „Wiehnachtsowend“ nicht mit einem Hochtag der Weihnachtsgeschenke und des guten Essens, sondern dieses Datum wurde als ein Fastentag vor einem hohen Feiertag angesehen. Die Familie ging zeitig ins Bett, um ja nicht die Christmette zwischen 3 und 5 Uhr nachts zu verschlafen.

Ganz skurril unter den Weihnachtsbräuchen in NRW – den Verkehrspolizisten zu beschenken.

Seltsam, aber so steht es geschrieben: In den 50er Jahren war es in Münster Brauch, den Verkehrspolizisten zu bescheren. Kleine Geschenke wie eine Flasche Wein, eine Schachtel Zigaretten wechselten dann den Besitzer. Die „Freunde und Helfer“ dürften aber von Staats wegen diese Präsente nicht behalten, man gab sie an soziale Einrichtungen weiter.

Unsere Fragen an euch! Wie feiert ihr? Was habt ihr für besondere Weihnachtsbräuche, außer stimmungsvoller Weihnachtskerzen? Wir freuen uns auf euer reges Feedback.

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